Startseite › Blog › Betreutes Wohnen vs. 24h-Pflege Autor: Maria Hoffmann, Pflegeexpertin bei Lumira | Zuletzt aktualisiert: April 2027
Betreutes Wohnen und 24h-Pflege zu Hause werden oft verwechselt — dabei richten sie sich an sehr unterschiedliche Situationen. Betreutes Wohnen eignet sich für weitgehend selbstständige Menschen, die soziale Einbindung suchen. 24h-Pflege ist die richtige Wahl, wenn intensive Betreuung nötig ist und die Betroffenen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben wollen. Dieser Artikel hilft, die richtige Entscheidung zu treffen — ehrlich und ohne Interessenkonflikt.
typischer Pflegegrad
typischer Bereich
PG 3 nach Förderung
- Betreutes Wohnen: eigene Wohnung in einer Anlage, Serviceangebote auf Abruf, soziale Aktivitäten
- 24h-Pflege zu Hause: Betreuungskraft lebt im eigenen Haushalt, rund um die Uhr präsent
- Entscheidendes Kriterium: Pflegebedarf und Selbstständigkeit des Betroffenen
- Kosten: Betreutes Wohnen 1.500–3.000 €/Monat; 24h-Pflege ab 1.137 €/Monat nach Förderungen
- Pflegegeld ist bei beiden Modellen möglich (beide sind ambulant)
Der direkte Vergleich: Betreutes Wohnen vs. 24h-Pflege
| Kriterium | Betreutes Wohnen | 24h-Pflege zu Hause |
|---|---|---|
| Geeigneter Pflegegrad | PG 0–2 (auch ohne PG) | PG 2–5 |
| Wohnumgebung | Neue Wohnung in Anlage | Vertrautes Zuhause |
| Betreuungsintensität | Auf Abruf, stundenweise | Rund um die Uhr, 1:1 |
| Soziale Einbindung | Stark (Gemeinschaft) | Abhängig von Familienkontakten |
| Kosten (Eigenanteil ca.) | 1.500–3.000 €/Monat* | ab 1.137 €/Monat (PG 3) |
| Pflegegeld möglich | Ja (ambulant) | Ja |
| Demenz-Betreuung | Begrenzt | Ja — spezialisierte Kräfte verfügbar |
| Haustiere | Oft eingeschränkt | Ja |
| Partner zusammenbleiben | Möglich (Doppelzimmer) | Ja — im eigenen Haushalt |
| Umzug notwendig | Ja | Nein |
*Betreutes Wohnen: Grundmiete + Servicepauschale + ggf. Pflegedienst-Zuzahlung. Nicht inkl. ambulante Pflegedienste, die extra kosten.
Für wen eignet sich welche Lösung?
- Die Person noch weitgehend selbstständig ist (PG 0–2)
- Soziale Einbindung und Gemeinschaft wichtig sind
- Der Wechsel in eine neue Umgebung akzeptiert wird
- Keine intensive Pflege (Körperpflege, Medikamente, Mobilisation) nötig ist
- Angehörige beruhigt sein wollen, ohne 24h-Betreuung zu brauchen
- Intensiver Pflegebedarf besteht (PG 2–5, Demenz, Mobilisationshilfe)
- Vertraute Umgebung entscheidend für Wohlbefinden und Orientierung ist
- Haustiere vorhanden sind oder feste Gewohnheiten wichtig sind
- Ein Partner zu Hause bleibt und beide zusammen betreut werden sollen
- Schneller Start nötig ist (nach Krankenhausaufenthalt oder Reha)
Häufige Fragen
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